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Die Maschine steht still : eng TNL-Produktioun an Zesummenaarbecht mam LGE


photos : (c) Bohumil Kostohryz


photos : (c) Bohumil Kostohryz


photos : (c) Claudine Bley

 



Luxemburger Wort 09.07.2022 S.21

Die Menschen haben sich in totaler Kontaktlosigkeit eingerichtet, isoliert und versorgt durch die „Maschine“. Alle Tätigkeiten und sozialen Kontakte werden von der Technik beherrscht, man kommuniziert über Bildschirme. Doch die Abhängigkeit hat ihren Preis und bald stellt sich die Frage, wer hier eigentlich wen kontrolliert? Mit „The Machine Stops“ entwarf Forster vor über 100 Jahren eine Welt, die unserer Gegenwart auf erschreckende Weise ähnelt, umso mehr mit den Folgen der Pandemie, social distancing und weltweiten Lockdowns.

Der Text stellt die zeitlose Frage nach dem Kern menschlichen Lebens, den es in einer vollständig automatisierten und beinahe zerstörten Welt zu bewahren gilt.

 Zwischen Mutter und Sohn, den beiden Protagonisten, liegen buchstäblich Welten. Sie lebt wie es sich gehört, sie gehorcht und funktioniert, vermisst nichts und spürt nichts. Er ist neugierig, stellt Fragen und sucht eine Welt jenseits der Macht der Technologie, ein Träumer und Rebell. Das Publikum wird Zeuge ihrer Annäherung und erlebt dabei hautnah eine körperliche Reise durch Zeit und Raum.

Nach dem Start am futuristischen Bahnhof Belval-Université transportiert die Story die Zuschauer auf das ArcelorMittal- Gelände nach Schifflingen. Inmitten der stillgelegten Industrieanlage wird Forsters Zukunftsvision greifbar: ein Kampf um Weltanschauungen und ums nackte Überleben.

  • Inszenierung & Konzept: Marion Rothhaar
  • Regiemitarbeit: Liss Scholtes
  • Adaption und Dramaturgie: Florian Hirsch
  • Video: Melting Pol
  • Sound: Max Thommes
  • Raum und Kostüme: Anouk Schiltz
  • Produktion: Dani Jung
  • Licht: Zeljko Sestak
  •  Mit: Fabienne Elaine Hollwege & Konstantin Rommelfangen und SchülerInnen des LGE 

  • Eine Produktion des Théâtre National du Luxembourg im Rahmen von Esch2022
  • Mit der Unterstützung der Œuvre Nationale de Secours Grande Duchesse Charlotte, der Fondation Indépendance,
  • der Fondation Sommer, FrESCH asbl, den Gemeinden Esch und Schifflingen, der CFL, Peinture Reckinger und Librairie Diderich.
  • Einen großen Dank an das Lycée de Garçons Esch, die beteiligten Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrerin Frau Claudine Bley
  • sowie an Agora und ArcelorMittal für die Beherbergung der Aufführungen auf dem Gelände Esch-Schifflingen.