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Lernen – Gedenken – Erinnern : Projet Rucksakbibliothéik 2024-2025

Mit diesen Vorsätzen nahm das LGE im Schuljahr 2024-2025 am Projekt „Rucksackbibliothéik. Vun de Schoule fir d’Schoulen.“ teil. Ins Leben gerufen wurde dieses Projekt 2017 unter der Leitung von Arlette Lommel im Rahmen einer Sensibilisierungskampagne des CM2GM. (Comité pour la Mémoire de la Deuxième Guerre Mondiale.)

Dass die Geschichte uns lehren sollte, niemals das Menschliche aus den Augen zu verlieren, zeigt Frau Lommels Rede bei der 5. Überreichung dieses bemerkenswerten Rucksacks, der als Koffer mit entsprechend ausgearbeitetem Material an die nächsten Schulen weitergereicht wird, so auch am 27. Oktober 2025 im Escher Theater in Anwesenheit zahlreicher Politiker.



Frau Lommel beginnt ihren Vortrag mit einer Zeichnung von Emmi Berg, Schülerin des LGE, und verweist auf die Fragen, die diese Zeichnung auslöst. Warum lässt der/diejenige, welche/r am Boden sitzt, den Kopf hängen? Was ist passiert? Sollte man dem/der Betroffenen nicht die Hand reichen? Gehören die Bilder der Zerstörung, mit denen man tagtäglich konfrontiert wird, einfach zum Alltag? Wie reagiert das Umfeld? Betroffenheit oder Gleichgültigkeit? Solidarität oder Egoismus? Empathie oder Resignation? Reichen die eigenen Sorgen nicht?

Als Lehrer stellt man sich die Frage, wie die junge Generation mit der Vergangenheit und dem Leid anderer umgeht.

Stumpft man nicht irgendwann ab? Schon wieder Nationalsozialismus im Unterricht, Kriegsmeldungen in den Nachrichten, Flüchtlingsthema in der Politik?

Wie bekommt das Leid im Rahmen einer schulischen Projektarbeit ein Gesicht?  Welche Parallelen ergeben sich zum aktuellen Weltgeschehen und zur heutigen Gesellschaft?

Die im Rahmen des Projekts erstellte Broschüre des LGE zeigt, mit wieviel Energie und Kreativität die Schüler sich historisch, literarisch und künstlerisch mit dem Thema befasst haben, welche Bezüge zu Luxemburg, zum LGE und zur eigenen Person bestehen.


Brochure : Lernen – Gedenken – Erkennen


Laure Schreiner bringt mit Schülern des LGE „Die sieben Todsünden der Ausgrenzung“ auf die Bühne des Escher Theaters. Ihre Choreografie zeigt eindrucksvoll: „Es kann jeden treffen.“

Unter den rhythmischen Klängen von Woodkids „Run boy run“ beherrscht eine dunkle Gestalt das Geschehen und hält alle Fäden in der Hand.

Hass, Gleichgültigkeit, Neid, Autoritätsgläubigkeit, Habgier, Machtstreben und Überheblichkeit lassen zunächst sieben Figuren als Kauergestalten auf der Bühne zurück, nachdem ihnen ihr Platz auf einem Stuhl entzogen worden ist.

Um dieser Ausgrenzung Einhalt zu gebieten bedarf es einer Haltung der Solidarität, welche die Schüler verdeutlichen, indem sie sich am Schluss erheben und gemeinsam auf die Stühle steigen.


 



Aktivitäten im Rahmen des Prokets Rucksakbibliothéik auf der Homepage des LGE : https://lge.lu/category/rucksakbibliotheik/